Traditionelles Kunsthandwerk -
Kunst in ihrer Tradition
11.
November - 22. Dezember

Die Bettendorffsche Galerie im Schloßgarten erweitert ihr Ausstellungsprogramm und lädt Sie herzlich zu einer exklusiven Kombinationsschau ein, in der ecuadorianische Volkskunst präkolumbischer Tradition neben westafrikanischen Ausstellungsstücken präsentiert wird. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für indigene Kunst und Kultur, der Fundación Wilson Hallo in Quito/Ecuador, und mit der freundlichen Unterstüzung Dr. Volker Schneiders kam diese Ausstellung zustande.
Liebhaber
der afrikanischen Kunst kommen diesmal auf ihre Kosten mit einmalig
schönen Terrakotten
der NOK
,
mit an Gliederpuppen erinnernden FANTE-Püppchen
,
sowie
mit ausgewählten COLON-Figuren
.
Das Erbe
der präkolumbischen Volkskunst in Ecuador zu bewahren und
moderne Künstler, die heute an diese Traditionen anknüpfen,
international bekannt zu machen, ist das Ziel der Fundación
Hallo. Auf der Expo in Hannover bestückte sie den
ecuadorianischen Pavillon mit kunsthandwerklichen und
künstlerischen Exponaten; einige dieser Arbeiten von
verschiedenen Künstlern sehen Sie auch in unserer Ausstellung:
Im Stil der traditionsreichen Andenkeramik schuf BENIGNO
BAILÓN seine keramischen Paneele. Die umfassende Kenntnis des
präkolumbischen Töpferhandwerks erwarb sich der
Künstler beim Restaurieren und Nachfertigen archäologischer
Stücke. Die raum-greifenden Plastiken Bailóns, die fast
wie architektonische Körper anmuten, öffnen den Weg vom
traditionellen Handwerk zur individuellen künstlerischen
Aussage. Die Einlegearbeiten und Skulpturen von HERMOGENES, der sich
auf die Materialien Holz und Horn spezialisiert hat, reflektieren die
Rolle des Menschen im Kosmos. Wie in allen indigenen Kulturen
vorausgesetzt, wird der Mensch als Teil der
Naturverstanden, der mit allen anderen Teilen des Kosmos
(Tiere, Pflanzen, Steine, Sterne ...) in einem natürlichen
Dialog steht. Die Masken
des CESAR UGSHA ILAQUICHE
,
die porträthaft Tradition und Gegenwart miteinander verschmelzen
und auf diese Weise einen nicht ganz unkritischen Blick auf die
moderne ecuadorianische Gesellschaft werfen, runden neben LANCHAMAS
ZAPATAS Arbeiten aus unter-schiedlichen Materialien das Spektrum
indigener Volkskunst der Gegenwart ab.


