Begegnungen in Afrika -Nomadenbilder von Nelly Meignié-Huber
18.03. - 06.05.2007
Die Bettendorffsche Galerie Im Schlossgarten eröffnet das Ausstellungsjahr 2007 wieder wie gewohnt im März . Diesmal mit Arbeiten der französischen Malerin Nelly Meignié –Huber
Viele Jahre ihres Lebens hat die Künstlerin in Westafrika gelebt- Senegal, Benin, Kamerun waren die wichtigsten Stationen. Dort hat sie als Sprachlehrerin gearbeitet, ihre Söhne großgezogen und - wie sie sagt – zehn lange afrikanische Jahre gehabt um zu schauen, ausführlich zu beobachten , intensivste sinnliche Eindrücke zu speichern.
Eine Wiederbegegnung mit dem afrikanischen Kontinent in jüngster Zeit ,- inzwischen hatte sie, nach Europa zurückgekehrt, ein Kunststudium an der an der Ecole des Beaux Arts in Versaillles abgeschlossen und ihren familiären Lebensmittelpunkt nach Deutschland / München verlegt, reaktivierten die unauslöschlichen früheren Eindrücke und ließen einen ungewöhnlichen Bilderzyklus entstehen.
„Nomadenbilder“ nennt die Künstlerin ihre auf grobem, kunstvoll präpariertem Sackleinen aufgebrachten Arbeiten, deren Besonderheit es ist, dass sie flexibel, weil rahmenlos, auf -und ausgerollt werden können wie Teppiche, oder wie alte Schullandkarten, an der jeweiligen oberen bzw. unteren Kante durch einen Stab gehalten und transportabel gemacht. Meignié-Huber malt also nicht einschlägige afrikanische Tafelbilder, vielmehr übersetzt sie die Wesenhaftigkeit, das ständige Unterwegssein der alten Nomadenkultur des Massai-Volkes durch entsprechende Be –und Verarbeitung des verwendeten Bildmaterials. Mittels an der Bildrückseite angebrachten Holzstäben und der robust soliden Anmutung des Malgrundes in seiner spezifischen Verarbeitungsweise wird jede einzelne gemalte Bildszene auch gleichzeitig zu einem transportablen Bild-Objekt, das ebenso wie die kärgliche Habe der Menschen einfach unter den Arm genommen und mitgenommen werden kann.
Dass das Nomadische von uns Sesshaften lediglich als etwas flüchtig Vorüberziehendes wahrgenommen wird, das wir allenfalls als Touristen oder als Film –und TV-Konsumenten zu registrieren imstande sind, lässt uns die Künstlerin erfahren , indem sie ihre Massai- Figuren szenenhaft auftauchen lässt als rot- gewandete Zeichen in undefinierter Landschaft. Gesichtslos stehen uns die unterschiedlichen Alters gegenüber und sind damit ebenso präsent wie sie uns in ihrem beschwerlichen Leben fremd bleiben. In manchen Bildern sind die Abdrücke von Schuh- bzw .Fußspuren basierend auf dem ornamenthatften Muster von Autoreifen zu entdecken – always on the road sind also auch die Massai…Anmut und Armut erhalten hier eine einleuchtende Versinnlichung in einem künstlerischen Bild .
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Vernissage der Ausstellung
- die Massaifrauen Künstlerin wird anwesend sein -
ist am Sonntag, den 18.März 2007 um 11Uhr in der
Bettendorffschen Galerie Im Schlossgarten Gauangelloch/Leimen um 11Uhr.
Begrüßung und Einführung Beatrix Schmitt-Altmann MA