Mythen

und

Legenden

der Shona

5. September bis 11. Oktober1998

 

Die Bettendorffsche Galerie Im Schloßgartenzeigt in Zusammenarbeit mit dem Chapungu Sculpture Park dieThemenausstellung „Mythen und Legenden der Shona". DieseZusammenschau der Werke bedeutender Bildhauer Simbabwes wie SylvesterMubayi, Nicholas Mukomberanwa, Arthur Fata, Crispen June, EddieMasaya, Boira Mteki u.v.a, entführt den Betrachter in diegeheimnisvolle Welt der Shona-Mythologie. Die Skulpturen aus Simbabwe gehören zu den wenigen plastischenZeugnissen des traditionellen Glaubens der Shona. Legenden und Mythenaus längst vergangenen Zeiten, Geisterwesen und Metamorphosenfinden Gestalt in den ausdrucksstarken Figuren. Eng mit ihrer Umweltverbunden wählen die Künstler die natürlicheFormensprache, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. In Steingehauen berichten die Wesen der Geister- und Ahnenwelt von derreichen Kultur der Shona. In jeder Erscheinungsform können sichdie Geister dem Menschen offenbaren &endash; sei es als Tier,Pflanze, als menschliches Wesen oder auch als Gegenstand aus demalltäglichen Umfeld. So kann auch in einem Stein ein Geistwohnen. Für viele Bildhauer führt dieser Glaube dazu,daß sie das zu bearbeitende Material wie ein lebendiges Wesenrespektieren. Alle die gezeigten Skulpturen erzählen ihre ganzeigene Geschichte. Sie zeigen Gestalten an der Schwelle zwischen demDiesseits und der jenseitigen Welt. Sie stellen das Gesicht einesMediums in dem Moment der Heimsuchung durch einen Geist dar oderwählen Szenen traditioneller Feste und Zeremonien. DieThemenausstellung in der Bettendorffschen Galerie stellt die Bildweltder Erzählkultur gegenüber.