Nicholas Mukomberanwa und seine Familie
21. Mai - 12. Juli 1998

Nicholas Mukomberanwa ist einer der bedeutendsten Künstlerder zeitgenössischen Bildhauerkunst Afrikas. Häufig wird ermit Paul Klee oder Henry Moore verglichen. Seine hoheSensibilität im Umgang mit dem Stein, sein großesEinfühlungsvermögen, spirtituelle Themen oder menschlicheEmpfindungen in seinen Skulpturen einzufangen, begründen seineninternationalen Erfolg. Die Werke Nicholas Mukomberanwas vermittelnihre Botschaften jenseits von kulturellen, religiösen undsozialen Schranken. Ihre Ausdruckskraft basiert zu einem großenTeil auf der Unmittelbarkeit, mit der die Skulpturen dem Betrachtergegenübertreten. Monumental oder auch verhalten sprechen siedirekt zum Unterbewußtsein. Nicht nur seine Skulpturen sondernauch seine starke Persönlichkeit, sein unermüdlichesStreben nach künstlerischen Entdeckungen und nach derPerfektionierung seiner Arbeit haben Nicholas zu einem Vorbildfür viele jüngere Bildhauer gemacht - nicht zuletztfür seine Söhne, Töchter und auch für seineFrau.

So zeigt die Bettendorffsche Galerie Im Schloßgarten eineZusammenschau der Werke von Nicholas, Grace (seiner Frau), Netsai undEnicha (seiner Töchter) und den Söhnen des BildhauersAnderson, Lawrence, Malachia, Tendai und Taguma Mukomberanwa. Einigeder Kinder Nicholas' betreiben die Bildhauerei, wie ihr Vater,hauptberuflich. Für andere ist die Bildhauerei einunverzichtbares Ausdrucksmittel neben dem Berufsleben. All seinenKindern hat Nicholas eine Ausbildung, häufig akademischer Art,ermöglicht, um ihnen die Wahl zwischen einem Leben als Bildhaueroder einer anderen Kariere offen zu lassen.
Die Ausstellung der Werke der Familie Mukomberanwa zeigt, wie sehralle Familienmitglieder in der Materie der Bildhauerei verwurzeltsind. Wie sehr das künstlerische Schaffen Teil des Lebens, Teilder Lebensqualität ist.
Vor allem Anderson und Laurence haben sich zum Ziel gemacht, deninternationalen Kunstmarkt zu erobern. Es ist ihnen gelungen:Ausstellungen auf der ganzen Welt bezeugen den hohen Rang ihrerArbeiten.



