Hans- Peter Lübke
13.03.2005 - 08.05.2004
Hans-Peter Lübke wurde in Windhoek, Namibia geboren. Nach dem Abitur im hessischen Butzbach leistete er ein Jahr lang Friedensdienst in Israel. Danach folgte das Kunststudium an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Wesentlich für Lübke waren Bekanntschaft und Austausch mit den Malern Shmuel Shapiro und Walter Stöhrer.
Malerei und Plastik stehen bei Lübke in engem Zusammenhang. Zeichenhafte archaische Formen, die er über lange Zeit in seiner Malerei entwickelt hat, verlassen das traditionelle Medium der Leinwandfläche und verselbständigen sich zu kraftvollen und gleichzeitig fragilen plastischen Gebilden .Es entstehen Büttenpapier- Skulpturen mit sehr speziellem malerischen Oberflächencharakter, der durch mehrfache Behandlung mit Asphaltlack eine rätselhafte erdig-steinige Anmutung erhält.
Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit sind Radierungen und Objekte. Letztere, aus den biegsamen Materialien Papier und Pappe geformt, wirken in ihrer Erscheinung voluminös und schwer, durch die Behandlung mit Asphaltlack, der normalerweise zur Abdeckung von Radierplatten dient, gewinnen sie den Eindruck von Metall oder Holz. Dieser Widerspruch zwischen Leichtigkeit und Empfindlichkeit des Materials und dessen Erscheinung sind kennzeichnend für diese Objekte.
"Diese Skulpturen Lübkes sind von lebendiger Materialität. Ein Spiel mit Täuschungen, rätselhaft und interessant wie auch die Objekte. Das Leichte scheint schwer, das Schwere leicht. Allen Objekten gemeinsam sind die Spuren der Hände. `Die Hand spricht, nicht der Kopf oder der Bauch. Es ist die Hand, so beschreibt es der Künstler selbst." ( Peter Weydemann )