Drei Generationen

Shona Bildhauerei  

 29. April - 9. Juli 2000

Die Bettendorffsche Galerie im Schloßgarten präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Chapungu Sculpture Park die Themenausstellung „Drei Generationen Shonabildhauerei“. Diese Zusammenschau der Werke verschiedener Bildhauer aus drei Künstlergenerationen bietet einen Überblick über wesentliche Entwicklungslinien bildhauerischen Schaffens aus über 40 Jahren. Dem Betrachter eröffnet sich eine Figurenwelt, deren Reiz in der Bandbreite unterschiedlicher Gestaltfindung liegt: Eine traditionell verbindliche kulturelle Erlebniswelt, aus der gemeinsame künstlerische Wurzeln erwachsen sind, verbindet alle ausgestellten Werke. Individuelle Gestaltungsprozesse sowie der thematische und formale Innovationsreichtum insbesondere der jungen Künstlergeneration führen jedoch zu immer neuen künstlerischen Aussagen. Skulpturen der weltweit anerkannten, traditionsbildenden Shonabildhauer der ersten Generation, wie Sylvester Mubayi, Bernhard Matemera und Fanizani Akuda führen mit großer Brillanz den Reigen der gezeigten Arbeiten an. Die Skulpturen von Colleen Madamombe, die neben Agnes Nyanhongo als bedeutendste Bildhauerin der zweiten Generation gilt, zeigen mit kraftvoller sensibler Formsprache hauptsächlich typische Sujets aus dem Bereich der weiblichen Erfahrungswelt. Boniface Mashaves Werke leiten über zu der dritten Generation, deren künstlerische Ausdruckskraft in vielfältiger Formgebung erkennbar wird. Auffällig ist einerseits die Orientierung der Jungen an den Erfahrungen und gestalterischen Lösungen der älteren Meister, sowie andererseits ihre Suche nach neuen Wegen. So nennt beispielsweise Tinashe Makaza , dessen Arbeiten auf der Basis eines intensiven Naturstudiums entstehen, Matemera und Zinyeka als vorbildhaft, Daniel Baradza, dessen Figuren schnell in Belgien bekannt wurden, orientierte sich an Joe Mutasa, Royal Katiyo, der den Kontrastreichtum verschiedener Strukturen liebt, wurde von Anderson Mukomberanwa geleitet; Ignatius Zhuwakiyi, dessen besondere Vorliebe dem Torso als Ausdrucksform gilt, fand Anregung in dem Werk von Locardia Ndandarika. Arthur Fata stellt die Verbindung zwischen Afrika und Europa her indem er die europäische klassische Moderne in seinen Werken reflektiert.
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